| Die
Anfänge
Die Anfänge
der Fotografie fallen in jene Zeit, als
in der Malerei praktisch alle technischen
Probleme zur vollkommenen Wiedergabe der
Realität gelöst waren.
Die Perspektive, das
Licht- und Schattenspiel, die Anatomie
des Menschen, all das war gegen Ende des
19. Jahrhunderts kein grundsätzliches
Problem mehr, lediglich den individuellen
Fähigkeiten des jeweiligen Künstlers
unterworfen. Damit war es praktisch möglich
die Natur in ihrer gesamten Vielfalt perfekt
abzubilden. Die Perfektion der technischen
Möglichkeiten forderte allerdings
bald darauf ein Hinausgehen über
das bloße Abbild der Natur heraus
und führte einerseits in den Impressionismus
und andererseits in den Expressionismus.
Die frühe Fotografie
war in ihren Möglichkeiten im Vergleich
dazu wesentlich eingeschränkter.
Extrem lange Belichtungszeiten schlossen
bewegte Motive (Menschen, Tiere, Fahrzeuge
usw.) weitgehend aus und darüber
hinaus war an Farbfotografie nicht zu
denken. Das Auflösungsvermögen
(Schärfe und Kontrast) konnte bei
weitem nicht unseren heutigen Ansprüchen
entsprechen. Trotzdem oder gerade deswegen
besitzen Fotografien der Frühzeit
einen eigentümlichen Reiz.
TOP
Die erste
Fotografie der Welt war die Aufnahme
des französischen Experimentators
Nicéphore Niepce
aus dem Jahre 1827. Eine Belichtungszeit
von 8 Stunden bedingt, dass die Sonne
beide Seiten des Bildes beschien. Die
hellen Stellen wurden durch erhärteten
Judäa-Asphalt, die dunklen durch
Bleiplatte wiedergegeben.
Zu Beginn
des 18. Jahrhunderts entdeckten
Wissenschafter die Lichtempfindlichkeit
der Silbersalze. Entsprechende Beleuchtung
färbte Silberchlorid schwarz und
mit Ammoniak war ein geeignetes Fixiermittel
gefunden. Bald darauf entdeckte man Silberjodid
und Silberbromid. Der Chemiestudent T.
Wedgewood experimentierte schon
1790 mit lichtempfindlichen Stoffen, mit
denen er versuchte, die Bilder der Camera
obscura festzuhalten. Obwohl
diese Versuche scheiterten, fand Wedgewood
eine Methode, Blätter, Insektenflügel
u.ä. kameralos abzubilden.
1839 hatte L.J.M.
Daguerre das erste praktikable
fotografische Verfahren entwickelt, das
nach ihm Daguerreotypie
genannt wurde.
Daguerreotypie-Kamera
Bild- und Textquellen
siehe Impressum
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